Ihr Vater war Arzt in Lemberg. Als die Deutschen 1939 in Polen einmarschierten, floh die Familie nach Lemberg und dann nach Sambor. Hier bekam der Vater eine Stelle als Direktor des Kindersanatoriums. Mit dem Einmarsch der Deutschen in die damals sowjetischen Gebiete begann für die jüdische Famile der Kampf ums Überleben. Zunächst kamen sie in das Ghetto von Sambor. Der Vater konnte das 6 1/2-jährige Mädchen bei einer Familie verstecken. Verrat - Henriette kam ins Gefängnis, und sollte nach Auschwitz deportiert werden. Freikauf, ein neues Versteck, wieder Verrat und Verhaftung. Die Eltern wurden vor dem Gefängnis erschossen - Henriette konnte weglaufen. Sie kam in ein katholisches Waisenhaus und wurde von Sowjetsoldaten befreit. Sie blieb dort, bis ein Onkel sie fand und mit ihr nach Antwerpen ging. Sie wurde Lehrerin und ging für 13 Jahre nach Israel, heiratete einen russischen Juden. Sie haben zwei Söhne und leben jetzt wieder in Antwerpen.